AIMAX

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AIMAX®
- Die integrierten RAG-Typen

Retrieval-Augmented Generation (RAG)
als Grundlage zuverlässiger Unternehmens-KI

Hintergrundinformationen
zu Retrieval-Augmented Generation (RAG)

Retrieval-Augmented Generation, kurz RAG, gehört heute zu den wichtigsten Architekturmustern für den produktiven Einsatz generativer KI im Unternehmen. Der Grund ist einfach: Ein Sprachmodell ist hervorragend darin, Sprache zu verstehen, Inhalte zusammenzufassen, zu strukturieren, zu transformieren und natürlich klingende Antworten zu erzeugen. Was ein Sprachmodell allein aber nicht zuverlässig kann, ist jederzeit auf aktuelles, unternehmensspezifisches, vollständiges und nachweisbares Wissen zuzugreifen. Genau hier setzt RAG an.

Funktionsweise

Bei einem klassischen Large Language Model stammt das „Wissen“ im Wesentlichen aus dem Training des Modells. Das Modell hat also während seines Trainings statistische Muster, Zusammenhänge und viele Fakten gelernt. Diese Wissensbasis ist jedoch begrenzt. Sie kann veraltet sein, sie enthält keine automatisch aktuelle Sicht auf Ihre internen Dokumente, und sie ist in der Regel nicht präzise genug, um unternehmenskritische Detailfragen sicher zu beantworten. In der Praxis führt das zu einer der größten Hürden beim KI-Einsatz in Organisationen: Nutzer erwarten belastbare Antworten, während das Modell ohne externen Kontext nur auf Basis von Wahrscheinlichkeiten formuliert und so halluziniert.

RAG schließt genau diese Lücke. Die Grundidee ist, dass vor der eigentlichen Antwortgenerierung nicht nur das Sprachmodell genutzt wird, sondern zusätzlich ein Retrieval-Mechanismus. Dieser Retrieval-Schritt durchsucht relevante Wissensquellen, identifiziert passende Inhalte und stellt sie dem Modell als Kontext zur Verfügung. Das Sprachmodell antwortet also nicht nur aus seinem trainierten Weltwissen heraus, sondern auf Basis tatsächlich gefundener, relevanter Informationen. Die Antwort wird dadurch inhaltlich fundierter, transparenter und deutlich besser auf den konkreten Anwendungsfall abgestimmt.

Vereinfacht läuft ein RAG-Prozess in mehreren Schritten ab. Zuerst stellt ein Nutzer eine Frage oder löst einen Prozess aus. Danach wird diese Anfrage in eine Form überführt, die für die Suche geeignet ist. Anschließend durchsucht ein Retriever definierte Datenquellen, etwa Richtlinien, PDFs, Handbücher, Tickets, SharePoint-Inhalte, Wikis, CRM-Daten oder strukturierte Systeme. Die relevantesten Treffer werden gesammelt, priorisiert und dem Modell als Kontext übergeben. Erst dann generiert das LLM die Antwort. Gute RAG-Systeme reichern diesen Prozess zusätzlich mit Filtern, Metadaten, Berechtigungen, Ranking, Tool-Nutzung, Gedächtnis, Qualitätsprüfung und Domänenlogik an.

Relevanz für Unternehmen

Warum ist das für Unternehmen so relevant? Weil produktive KI fast immer mehr braucht als reine Textgenerierung. In der Realität geht es um konkrete Auskünfte aus Verträgen, Arbeitsanweisungen, Produktdaten, Wissensdatenbanken, technischen Dokumentationen, E-Mails, Vorgängen, Akten oder branchenspezifischen Regelwerken. Es geht um aktuelle und belastbare Informationen, um nachvollziehbare Antworten und um die kontrollierte Einbindung der richtigen Daten zur richtigen Zeit. Genau deshalb ist RAG in vielen professionellen KI-Szenarien keine optionale Erweiterung, sondern die eigentliche Grundlage.

Hinzu kommt ein zweiter Aspekt: Skalierbarkeit. Ein Unternehmen will Wissen nicht für jeden Anwendungsfall neu in ein Modell „hineintrainieren“. Das wäre teuer, träge und schwer wartbar. Mit RAG lassen sich vorhandene Wissensquellen direkt nutzbar machen. Neue Dokumente, aktualisierte Richtlinien oder veränderte Datenbestände können in den Retrieval-Prozess eingebunden werden, ohne jedes Mal ein Modell neu trainieren zu müssen. So entstehen schnellere Aktualisierungszyklen, geringere Eintrittsbarrieren und deutlich mehr Kontrolle über Qualität und Governance.

RAG ist nicht gleich RAG

In der Praxis hat sich eine ganze Familie unterschiedlicher RAG-Architekturen entwickelt. Diese Varianten unterscheiden sich danach, welche Daten angebunden werden, wie gesucht wird, wie viel Eigenständigkeit das System bei der Informationsbeschaffung besitzt, ob Sitzungsverlauf und Nutzerhistorie berücksichtigt werden, ob mehrere Quellen oder Medienarten kombiniert werden und wie stark eine Antwort nachträglich validiert oder angereichert wird. Moderne KI-Plattformen müssen deshalb nicht nur „RAG können“, sondern unterschiedliche RAG-Typen flexibel unterstützen.

Genau an dieser Stelle spielt AIMAX® seine Stärke aus. Als zentrale KI-Infrastruktur-Lösung ist AIMAX® für den produktiven Unternehmenseinsatz konzipiert. Die Plattform ist modular aufgebaut, kann unterschiedliche KI-Modelle parallel nutzen, integriert verschiedenste Datenquellen sowie Anwendungen und unterstützt dabei auch zahlreiche RAG-Typen.

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Die von AIMAX® unterstützten RAG-Typen im Detail

Grundsätzlich gilt: RAG darf nicht als isolierter Einzelfall betrachtet werden, sondern als strategischer Bestandteil einer KI-Infrastruktur. Je nach Use Case kann innerhalb derselben Plattform ein anderes RAG-Muster sinnvoll sein. Für einfache Wissensabfragen genügt oft Standard RAG. Für mehrstufige Prozesse mit Tool-Nutzung und Entscheidungslogik ist Agentic RAG deutlich stärker. Für persönliche Assistenten oder wiederkehrende Nutzerinteraktionen wird Memory Augmented RAG relevant. Für Bilddokumente, Scans und komplexe Dateiformate braucht es Multimodal RAG. Und für stark vernetzte Wissensdomänen oder organisationsweite Suchräume kommen weitere Spezialformen ins Spiel.

Standard RAG

Standard RAG ist der klassische und in vielen Projekten erste Einstieg in Retrieval-Augmented Generation. Die Architektur folgt einer klaren Grundlogik: Eine Nutzeranfrage wird in der Wissensbasis gesucht, relevante Passagen werden gefunden und dem Sprachmodell als zusätzlicher Kontext bereitgestellt. Das Modell erzeugt darauf basierend eine Antwort, die stärker an real vorhandene Informationen gebunden ist als bei rein generativer Verarbeitung.

Der große Vorteil von Standard RAG liegt in seiner Verständlichkeit und schnellen Umsetzbarkeit. Für viele Wissensassistenten, interne FAQ-Systeme, Support-Copiloten oder Dokumentenabfragen reicht dieses Muster bereits aus. Es bringt einen sofort spürbaren Nutzen, weil Antworten weniger halluzinieren, genauer auf Unternehmenswissen eingehen und näher an Dokumenten oder Richtlinien bleiben. Standard RAG ist damit oft der produktive „Baseline-Ansatz“, auf dem weitere Optimierungen aufbauen.

Die Grenzen von Standard RAG zeigen sich, sobald komplexe Abhängigkeiten ins Spiel kommen. Wenn mehrere Systeme befragt werden müssen, wenn eine Antwort über mehrere Zwischenschritte zusammengesetzt werden muss oder wenn unterschiedliche Medienformate einbezogen werden sollen, stößt das Grundmuster schnell an seine natürliche Obergrenze. Dennoch bleibt Standard RAG die wichtigste Referenzarchitektur, weil fast alle erweiterten Varianten auf demselben Kernprinzip aufbauen: relevante Informationen abrufen, in Kontext überführen, Antwort generieren.

Standard RAG

Agentic RAG

Agentic RAG erweitert das klassische RAG-Prinzip um Planung, Zielorientierung und aktive Tool-Nutzung. Anders als bei Standard RAG wird nicht nur einmal nach Wissen gesucht und anschließend geantwortet. Stattdessen entscheidet ein Agent schrittweise, welche Informationen benötigt werden, welche Retrievals durchgeführt werden sollen, welche Tools oder Systeme angebunden werden müssen und ob weitere Zwischenschritte erforderlich sind.

Diese Architektur ist besonders stark, wenn Anfragen komplex, offen oder mehrdeutig sind. Ein agentisches System kann eine Aufgabe zerlegen, nacheinander mehrere Quellen ansteuern, Zwischenergebnisse bewerten und daraus die nächsten Schritte ableiten. Dadurch wird aus einem reinen Wissensassistenten ein handlungsfähiger KI-Akteur, der nicht nur informiert, sondern Prozesse intelligent unterstützt.

Beispielsweise kann eine Anfrage wie „Prüfe, welche Verträge in den nächsten 90 Tagen auslaufen, fasse die wichtigsten Konditionen zusammen und formuliere einen Entwurf für die Verlängerungsanfrage“ mit Agentic RAG deutlich besser abgebildet werden als mit einfachem Standard RAG. Hier reicht ein einzelner Dokumententreffer nicht aus. Das System muss Verträge finden, Fristen erkennen, relevante Klauseln extrahieren, Prioritäten setzen und anschließend eine passende Kommunikation vorbereiten.

Der Mehrwert liegt in der Orchestrierung. Agentic RAG verbindet Retrieval mit Entscheidungspfaden. 

Agentic RAG

Memory Augmented RAG

Memory Augmented RAG ergänzt Retrieval um Gedächtnis. Dabei geht es nicht um das statische Modellwissen, sondern um kontextbezogene Erinnerung an frühere Interaktionen, Nutzerpräferenzen, Rollen, laufende Aufgaben oder Sitzungshistorien. Das System greift also nicht nur auf Dokumente und Datenquellen zu, sondern zusätzlich auf einen gespeicherten Nutzungskontext.

Diese Architektur ist vor allem dort wertvoll, wo Interaktionen nicht isoliert stattfinden. Ein Assistent, der einen Nutzer, ein Projekt, eine Fallakte oder einen fortlaufenden Vorgang über mehrere Nachrichten hinweg begleitet, profitiert massiv davon, relevante Vorinformationen nicht jedes Mal neu anfordern zu müssen. Dadurch werden Antworten persönlicher, konsistenter und effizienter.

Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen kurzfristigem und langfristigem Gedächtnis. Kurzfristiges Memory umfasst typischerweise die aktuelle Session, also den unmittelbaren Gesprächsverlauf. Langfristiges Memory kann darüber hinaus Rollenprofile, Aufgabenkontexte, personalisierte Einstellungen, frühere Ergebnisse oder explizit gespeicherte Nutzervorgaben enthalten. In einer professionellen Plattform muss dieses Gedächtnis kontrolliert, transparent und datenschutzkonform verwaltet werden.

Für Unternehmen ist Memory Augmented RAG besonders interessant bei persönlichen Assistenten, Fallbearbeitung, wiederkehrenden Supportvorgängen, Projektarbeit, Onboarding-Prozessen oder allen Szenarien, in denen dieselben Personen mit derselben KI über längere Zeit zusammenarbeiten. Die Antworten wirken dadurch weniger generisch und stärker eingebettet in den tatsächlichen Arbeitskontext.

Memory Augmented RAG

Multimodal RAG

Multimodal RAG erweitert das klassische Retrieval über reine Textquellen hinaus. Neben Fließtext können auch Bilder, gescannte Dokumente, Tabellen, Diagramme, Präsentationen, technische Zeichnungen, Formulare oder Screenshots in den Retrieval- und Antwortprozess einbezogen werden. Das ist in der Praxis enorm wichtig, weil Unternehmenswissen selten nur aus sauberem, strukturiertem Text besteht.

Viele kritische Informationen liegen in PDFs mit Tabellen, in Handbüchern mit Abbildungen, in Qualitätsberichten mit Diagrammen, in Formularen mit Ankreuzfeldern oder in E-Mails mit Anhängen und Screenshots. Ein textzentriertes RAG-System kann solche Inhalte nur eingeschränkt erfassen. Multimodal RAG verarbeitet dagegen unterschiedliche Medientypen, extrahiert daraus verwertbaren Kontext und stellt diesen dem Modell in geeigneter Form bereit.

Die Stärke von Multimodal RAG liegt deshalb in seiner Praxisnähe. Es reduziert die künstliche Trennung zwischen „textfähigen“ und „nicht textfähigen“ Wissensquellen. Statt Informationen vorab manuell zu überführen, kann die KI näher an realen Dokumenten und Arbeitsmaterialien operieren. Das ist besonders relevant für Unternehmen mit heterogenen Datenbeständen, historisch gewachsenen Archiven oder wissensintensiven Fachabteilungen.

Technisch erfordert Multimodal RAG zusätzliche Verarbeitungsschritte, etwa OCR, Layout-Erkennung, Tabellenextraktion, Bildbeschreibung oder multimodale Embeddings. Der Gewinn ist jedoch groß: Es entsteht eine deutlich vollständigere Wissensbasis. Gerade in einer modularen Infrastruktur mit unterschiedlichen Integrationen und Kanaloptionen ist diese Variante ein wichtiger Baustein, um KI nicht auf „schönen Text“ zu beschränken, sondern sie wirklich unternehmensfähig zu machen.

Multimodal RAG

Federated RAG

Federated RAG ist die richtige Antwort auf verteiltes Wissen. In vielen Unternehmen liegen relevante Informationen nicht in einem zentralen Repository, sondern verteilt über verschiedene Systeme, Abteilungen, Standorte, Mandanten oder Fachanwendungen. Ein föderierter RAG-Ansatz sucht deshalb nicht in genau einem Index, sondern orchestriert den Zugriff auf mehrere Datenräume parallel oder abgestimmt.

Das ist in der Realität oft der entscheidende Unterschied zwischen einer Demo und einer tragfähigen Unternehmenslösung. Ein und dieselbe Frage kann Wissen aus Confluence, einem DMS, einem CRM, einer Ticketing-Lösung und einer Fachanwendung benötigen. Federated RAG sorgt dafür, dass diese Quellen logisch zusammenwirken, ohne zwingend alle Daten vorher an einer Stelle physisch konsolidieren zu müssen.

Der Vorteil liegt in Flexibilität, Skalierbarkeit und Governance. Daten können dort bleiben, wo sie fachlich oder regulatorisch hingehören, während die KI die relevanten Informationen trotzdem übergreifend nutzbar macht. Das reduziert Integrationshürden und unterstützt Szenarien, in denen unterschiedliche Verantwortlichkeiten oder Sicherheitszonen bestehen.

Federated RAG

Contextual Retrieval RAG

Contextual Retrieval RAG fokussiert auf eine oft unterschätzte Frage: Unter welchen Bedingungen wird überhaupt gesucht? In vielen RAG-Projekten hängt die Antwortqualität nicht primär am Modell, sondern daran, ob die Suchanfrage passend formuliert, richtig angereichert und sinnvoll interpretiert wird. Genau hier setzt contextual retrieval an.

Die Grundidee ist, dass eine Anfrage nicht isoliert betrachtet wird. Stattdessen fließen zusätzlicher Kontext und Signale in die Suchphase ein. Dazu können bspw. Nutzerrolle, Fachbereich, verwendeter Kanal, Produktkontext, Dokumenttyp, Sprache und zeitlicher Rahmen gehören. Dieser Zusatzkontext beeinflusst, welche Inhalte als relevant gelten und wie stark sie gewichtet werden.

Contextual Retrieval RAG ist damit weniger ein exotischer Sonderfall als vielmehr ein Qualitätshebel. Es sorgt dafür, dass das System schon vor der Antwortgenerierung besser versteht, „was hier eigentlich gemeint ist“. 

Contextual Retrieval RAG

Domain Specific RAG

Domain Specific RAG ist auf Fachdomänen spezialisiert. Anders als generische RAG-Setups berücksichtigt diese Variante nicht nur beliebige Dokumente, sondern domänenspezifisches Vokabular, typische Dokumenttypen, fachliche Regeln, regulatorische Rahmenbedingungen und branchenspezifische Bedeutungen. Das System wird also gezielt für ein bestimmtes Wissensfeld optimiert.

Das ist besonders wichtig, weil dieselben Begriffe je nach Branche oder Abteilung etwas völlig anderes bedeuten können. In der Industrie, im Recht, in der Steuerberatung, im Gesundheitswesen oder in der öffentlichen Verwaltung sind sprachliche Präzision und fachliche Einordnung entscheidend. Ein generisches Such- und Antwortsystem liefert hier häufig oberflächliche oder missverständliche Ergebnisse.

Der konkrete Nutzen ist hoch: Antworten werden fachlich belastbarer, terminologisch präziser und näher an den realen Arbeitsanforderungen. Gleichzeitig sinkt das Risiko, dass relevante Feinheiten übersehen werden. Für Unternehmen bedeutet das, dass KI nicht nur „irgendwie hilfreich“ ist, sondern in der Sprache und Logik des jeweiligen Fachbereichs arbeitet.

Domain Specific RAG

Hybrid RAG

Hybrid RAG kombiniert unterschiedliche Suchverfahren innerhalb derselben Retrieval-Logik. Meist geht es um die Verbindung von semantischer Vektorsuche mit klassischer Keyword- oder Volltextsuche. Der Hintergrund ist klar: Beide Verfahren haben Stärken und Schwächen. Vektorsuche findet ähnliche Bedeutungen, auch wenn die exakten Begriffe nicht identisch sind. Keyword-Suche ist stark, wenn genaue Formulierungen, Produktnummern, Paragraphen, Fachcodes oder fest definierte Begriffe entscheidend sind.

In der Praxis ist diese Kombination extrem wertvoll. Viele Unternehmensanfragen enthalten sowohl semantische als auch exakte Elemente. Ein Nutzer sucht vielleicht „die aktuelle Reisekostenregel für Auslandsübernachtungen“, wobei die Formulierung frei ist, die eigentliche Zielpassage aber einen exakten Richtlinienbegriff enthält. Oder ein Servicemitarbeiter sucht nach einer Fehlerbeschreibung, in der ein bestimmter Code auftaucht, während der restliche Kontext nur unscharf beschrieben wird.

Für Unternehmen ist Hybrid RAG oft die pragmatisch beste Produktionslösung, weil reale Wissensbestände nie homogen sind. Manche Inhalte sind stark strukturiert, andere textlastig, wieder andere voller IDs, Kürzel oder Normverweise. Ein hybrider Ansatz berücksichtigt diese Heterogenität statt sie zu ignorieren.

Hybrid RAG

Self RAG

Self RAG erweitert den Retrieval-Prozess um Selbstkontrolle. Das System beantwortet nicht nur eine Frage, sondern überprüft zusätzlich die eigene Antwortqualität. Es kann erkennen, dass die Evidenzlage unzureichend ist, dass Unsicherheit besteht oder dass weitere Dokumente benötigt werden. In solchen Fällen löst es zusätzliche Retrieval-Schritte aus, bevor es eine endgültige Antwort formuliert.

Diese Architektur adressiert eines der Kernprobleme generativer Systeme: Sie antworten häufig auch dann flüssig, wenn die Grundlage schwach ist. Self RAG versucht, genau diesen Automatismus zu brechen. Die KI soll nicht nur produzieren, sondern reflektieren, ob die Antwort tatsächlich ausreichend belegt ist. Im Idealfall führt das zu vorsichtigeren, besser gestützten und verlässlicheren Ergebnissen.

Self RAG ist besonders interessant für qualitätskritische Umfelder. Überall dort, wo Fehlantworten teuer, riskant oder regulatorisch problematisch werden können, lohnt sich eine Architektur mit eingebauter Selbstprüfung. Sie ist allerdings komplexer, weil Bewertungslogik, Schwellenwerte und Re-Retrieval-Regeln definiert werden müssen.

Self RAG

Graph RAG

Graph RAG verbindet RAG mit Wissensgraphen. Dabei werden Informationen nicht nur als lose Dokumentpassagen abgelegt, sondern zusätzlich in Form von Entitäten und Beziehungen modelliert. Personen, Organisationen, Produkte, Prozesse, Orte, Dokumente oder Vorgänge können so explizit miteinander verknüpft werden. Das ist überall dort hilfreich, wo Zusammenhänge wichtiger sind als einzelne Textstellen.

In klassischen Dokumentensuchen ist Wissen oft fragmentiert. Relevante Informationen stehen verteilt in unterschiedlichen Texten, und die eigentliche Erkenntnis entsteht erst durch die Verbindung mehrerer Elemente. Graph RAG macht genau diese Verknüpfungen explizit nutzbar. Das System kann nicht nur nach Passagen suchen, sondern auch relationale Pfade, Abhängigkeiten, Hierarchien oder Netzwerke berücksichtigen.

Ein typischer Einsatzfall ist Compliance oder Vertragsmanagement. Eine Frage kann sich gleichzeitig auf beteiligte Gesellschaften, zuständige Ansprechpartner, Vertragsversionen, Fristen, Anhänge und referenzierte Klauseln beziehen. In einem reinen Dokumentenretrieval sind solche Zusammenhänge schwer explizit abzubilden. Ein Graph-Ansatz kann diese Relationen dagegen systematisch verfügbar machen.

Graph RAG
Patrick Meißner – Geschäftsführer Operations

»RAG ist nicht nur eine technische Methode zur Dokumentensuche, sondern ein strategischer Hebel für verlässliche, skalierbare und unternehmensfähige KI. Der gezielte Einsatz der RAG-Typen durch die KI-Plattform AIMAX®, schafft die Grundlage dafür, dass künstliche Intelligenz nicht nur beeindruckt, sondern im Alltag messbar nützt.«

Patrick Meißner
Geschäftsführer Operations
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Fazit: Der richtige RAG-Typ für den richtigen Use Case

RAG ist kein einzelnes Feature, sondern ein Architekturraum. Wer produktive KI ernsthaft im Unternehmen einsetzen will, sollte deshalb nicht nur fragen, ob eine Plattform Retrieval unterstützt, sondern welche Form von Retrieval für welchen Anwendungsfall verfügbar ist. Genau darin liegt ein wesentlicher Unterschied zwischen einfachen KI-Demos und belastbarer KI-Infrastruktur.

Für eine moderne KI-Plattform wie AIMAX® ist deshalb nicht entscheidend, nur einen dieser Typen isoliert abzubilden. Entscheidend ist die Fähigkeit, je nach Zielbild verschiedene RAG-Muster modular zu kombinieren und in bestehende Systeme, Prozesse, Rollen und Sicherheitsanforderungen einzubetten. 

Einige unserer geschätzten Referenzkunden

Abicor Binzel, Buseck BENQ, Oberhausen Continental, Hannover Estador, Marburg Fischer, Baden-Württemberg FKM Laser Sintering, Biedenkopf Fritz Winter, Stadtallendorf GEFU, Sauerland Hausengel, Marburg Hydroflora, Neu-Isenburg Berning Packaging, Frankenberg (Eder) KAMEI, Wolfsburg Kettenbach, Eschenburg KRAMP, Bamberg Marburger Lederwaren, Marburg mediaman, Mainz MGH GUTES AUS HESSEN, Friedberg Orell Füssli, Zürich Römer Lüftungs- Klima- Wärmetechnik, Grünberg ROEMHELD, Laubach SANICARE - Die Versandapotheke, Osnabrück Innung für Sanitär- und Heizungstechnik, Dillenburg STIEBEL ELTRON, Holzminden Thalia Bücher GmbH, Hagen Thule, Schweden Verbraucherzentrale Bundesverband e.V., Berlin Weber Food Technology GmbH, Breidenbach Wiora, Marburg DAMM & BIERBAUM Agentur für Marketing und Kommunikation GmbH, Frankfurt Bergzeit GmbH, München HOLY FASHION GROUP Strellson AG, Schweiz GK Software, Sachsen Regionalfenster Service GmbH, Bad Nauheim Innexis, Marburg Elkamet Kunststofftechnik GmbH, Biedenkopf Federal-Mogul Deva GmbH, Stadtallendorf

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